«Technik ist ein Mittel der Herrschaft und (potentiell) ein Mittel der Befreiung.» Auf diese Formel dürften sich die meisten Linken einigen können. Über diesen Formelkompromiss hinaus gibt es allerdings wenig Einigkeit, und in der neuere Digitalisierungsdebatte kehren alte Fragen über den Charakter der Produktivkraftentwicklung wieder: Ist die allgegenwärtige Vernetzung und Automatisierung, samt der mit ihr einhergehenden gewaltigen Überwachungs- und Manipulationsmöglichkeiten, in erster Linie ein Angriff auf unsere Autonomie, wie das Kollektiv Çapulcu glaubt? Oder schafft sie (auch) Grundlagen für eine selbstbestimmte und bedürfnisorientierte digitale Ökonomie, wie Simon Schaupp vom Zentrum für Emanzipatorische Technikforschung (ZET) annimmt? Welche konkreten Potentiale und Gefahren bringt uns die Digitalisierung wirklich?

  • Simon Schaupp (Universität Basel / Zentrum Emanzipatorische Technikforschung): «Technikpolitik von unten: Widerstand und Utopie im kybernetischen Zeitalter»
  • Lars Wehring (Kollektiv Çapulcu): «Transformierte Herrschaft in Zeiten digitalisierter Fremdbestimmung»

Anschließend Debatte.

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Seminarraum1
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Zeit

08.10.2018, 19:00 – 21:00 Uhr

Infos unter: https://www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/GEA6S/technikkritik-vs-technikaneignung/